Gustav Honebrinker und ein brauner Fleck … I

Es ist nur ein kleiner Weg, der den Name „Honebrinker Weg“ trägt. Er hat noch nicht einmal Anwohner …

Zunächst wollte ich dem geneigten Leser den Namensgeber des Weges näher bringen, denn wer kennt ihn schon? Im Zuge der Recherche bin ich dann auf einen bemerkenswerten Fleck in Honebrinkers Vergangenheit gestoßen, die ihn als Namensgeber eines Rodenberger Weges – vorsichtig formuliert – in Frage stellt.

Es muss Anfang der 90ger Jahre gewesen sein, als der damalige Rat für den Namen votierte. Der Name eines Musiker machte ja auch Sinn im Musikantenviertel, wie das Wohngebiet westlich der Suntalstraße auch genannt wird. Seit Ende des Krieges wohnte der Orchester-Chef Gustav Honebrinker in Rodenberg.

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So gelingt die persönliche Energiewende II …

Wer hätte das gedacht, das mein vor einem Jahr veröffentlichte Artikel
https://www.rudolfsblog.de/so-gelingt-die-persoenliche-energiewende/
einmal eine solche Aktualität bekommen würde.

War es vor einem Jahr noch „nice to have…“ etwas Energie (und Geld) zu sparen und etwas fürs Klima zu tun, hat das Thema nun durch den völkerrechtswidrigen Überfall Putins auf die Ukraine eine besondere Bedeutung bekommen.

Die globalen politischen und ökologischen Probleme dieser Welt werden wir in diesem Rahmen nicht lösen können, doch unter dem Motto „think global, act local“ (Bed.: nachhaltiges handeln vor Ort) möchte ich euch ein paar Anregungen zum Thema geben, meine Empfehlungen aus dem letzten Jahr auf den Prüfstand stellen und einen Tipp zum kostengünstigen Heizen geben …

1. Stromverbrauch verringern mit Balkon- oder „Guerilla-“ PV Anlagen

Derzeit häufen sich die Berichte in den einschlägigen Online-Medien wie: „Meine Erfahrungen nach 12 Monaten mit der „Balkonanlage“.“
Wie sind denn nun meine?

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EU-Agrarsubventionen für die Rodenberger Landwirte …

Natürlich werden nicht nur die Rodenberger Landwirte subventioniert; subventioniert wird die Landwirtschaft auf der ganzen Welt, aber besonders in der EU.

58 Milliarden gibt die EU jährlich aus, was ca. ein Drittel des EU-Haushaltes ausmacht. Im Schnitt machen die Subventionen ca. 50% des Einkommens der Landwirte aus, d.h. für jeden vom Landwirt verdienten Euro legt der Steuerzahler noch mal einen Euro dazu.

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Vor 100 Jahren: Gewalt und Aufruhr in Rodenberg, Teil 2/2

Am 4. September 1921 war in unserem Städtchen der Teufel los. Statt Kriegerfest-Umzug und Demonstration gegen die Teuerung herrschten Unruhen und Gewalt. 5000 auswärtige Marschierer hatten die Veranstaltung zu einem „Anti-Sedan-Tag“ gemacht. Örtliche Aufrührer führten Kaufleute, Handwerker und Landwirte mit „Wucherer-Schildern“ durch die Lange Straße.Zum symbolische Höhepunkt wurde diese Szene: Ein jugendlicher Arbeiter aus Rodenberg holte die Fahne, die Gewehre und anderes Eigentum des Kriegervereins aus dem Ratskeller und zerstörte sie. Die Fahne wurde draußen verbrannt. Auf der Straße hielt ein auswärtiger Anführer eine ,,aufreizende Rede“, wie es in einem Bericht heißt. Der Zug löste sich schließlich auf dem Schützenplatz auf. Wie, das ist nicht genau nachvollziehbar.

Rodenberger Zeitung vom 27.05.1922. Für den ganzen Text klick auf Bild

Der Regierungspräsident verlegte hinterher eine Hundertschaft Schutzpolizei nach Groß Nenndorf und ließ „mit Motorrädern und Automobilen einen scharfen Patrouillendienst ausüben“.

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Die Katen der kleinen Leute …

Im alten Dorf Grove gab es neben den stattlichen, reich geschmückten Häusern der Bauern auch die Katen der kleinen Leute. Zu erkennen an ihren niedrigen Seitenwänden und oft zahlreichen Umbauten.

Eine der letzten Katen stand am Kirchdamm – knapp nördlich von der Mündung der Ackersbeeke in die Steinaue. Sie war bis zuletzt bewohnt. Die damalige Wohnsituation würde man heute als „prekär“ bezeichnen, denn der Zahn der Zeit nagte an Dach und Fassade.

Um das Jahr 2002 muss es gewesen sein – da wurde das letzte Zeugnis der kleinen Leute in Grove abgerissen.

Ein Brief aus Nürnberg …

Vor einigen Jahren lernte ich den gebürtigen Rodenberger Uwe Kanscheit kennen, den es beruflich nach Nürnberg verschlagen hat.
Wir blieben in einem unregelmäßigen Kontakt, u.a. deshalb, weil Uwe einen großen Teil meiner Julius Rodenberg Sammlung übernommen hat. Von daher weiß ich, dass er eine der größten, wenn nicht die größte Privatsammlung zum Thema besitzt.

Ich habe Uwe gebeten, für meinen Blog ein paar Zeilen zu seiner Sammelleidenschaft zu schreiben…:

Mein Name ist Uwe Kanscheit, bin in Rodenberg geboren und die ersten 30 Jahre meines Lebens habe ich auch dort verbracht. In der Schule habe ich natürlich von der Geschichte Rodenbergs und von seinem bekanntesten Sohn, Julius Rodenberg erfahren. Damals war es für mich allerdings eher „Pflichtprogramm“.

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Vor 100 Jahren: Gewalt und Aufruhr in Rodenberg, Teil 1/2

Ein weniger bekanntes Kapitel der jüngeren Geschichte Rodenbergs dürften die Vorkommnisse am 04. Sept. 1921 sein. Vor 100 Jahren war in unserem Städtchen der Teufel los. Statt Kriegerfest-Umzug und Demonstration gegen die Teuerung herrschten Unruhen und Gewalt. Mehr als 5000 auswärtige Demonstranten marschierten auf Rodenberg zu.
Die Demonstration lief im Verlauf des Tages völlig aus dem Ruder.

Appell des Landrats an die Bevölkerung. Für den ganzen Text klick auf Bild (Rodenberger Zeitung vom 10.09.1921)

Hardy Krampertz streifte 1990 in seiner ,,Chronik III“ auf Seite 157 das Geschehen, schrieb dazu: ,„Eine Bewertung der Ereignisse kann im Rahmen dieser Ortsgeschichte nicht erfolgen. Es handelt sich hier nicht nur um eine ortsbezogene Auseinandersetzung`, sondern im ganzen hannoverschen Umfeld kam es zu ähnlichen Aktionen.“

Was Rodenberg und seine Umgebung damals erschütterte, soll auch hier nicht historisch aufgearbeitet und bewertet werden. Aber nachdem die Beteiligten verstorben sind, kann die Geschichte jetzt wohl in knapper Form erzählt werden. Einige Mühe macht dabei, dass die Quellen (Pressemeldungen, Stellungnahmen, Prozessberichte) je nach Standpunkt sehr unterschiedlich gefärbt sind. Ich benutze für diesen Beitrag Aufzeichnungen meiner Mutter Gerda Zerries und des Lokalchronisten Walter Münstermann in Auszügen.

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Lesetipp: Bergbau in Rodenberg

Es war das Jahr 1923, das Jahr der Hyperinflation. Kostete in Frühjahr ein Ei noch 200 Mark waren es Ende d. J. bereits 320 Mrd. Mark.
Die Inflation war eine Folge des verlorenen ersten Weltkriegs. Der kostete nicht nur sehr viele Menschenleben, sondern auch Unmengen an Geld. Geld was die Reichsregierung nicht hatte – aber man hoffte, den Krieg zu gewinnen und dann sollten die Verlierer die Zeche bezahlen.

Es kam bekanntlich anders und um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, brachte die Regierung mehr und mehr Geld in Umlauf, auch wenn es für die immer höhere Anzahl Banknoten keine materiellen Gegenwerte im Land gab. Dadurch begann der Teufelskreis der Inflation, die im Jahre 1923 ihren Höhepunkt erreichte.

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