Gesehen in Rodenberg …

Ein Bild und eine Beschriftung. Mehr nicht.
Für die große Story reicht es oft nicht oder das Bild spricht für sich. Schöne, kuriose oder aufregende Fotos sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Das ist eine neue Kategorie. Habt ihr selbst solche Bilder – vielleicht auch historische und meint, sie gehören hier hin? Immer her damit!
Ich beginne mal mit einem Schnappschuss …

Ein Paddler auf der Aue, gesehen am 13. Jan. 2018 an der Brücke am „Grünen Baum“. (klick für groß)

Der Münchhausenpark – ein Ausflugstipp

Nicht das mir die Rodenberger Themen ausgehen – aber auch unsere Nachbarorte haben eine eng mit der Stadt Rodenberg verbundene Historie und natürlich auch sehenswerte Gebäude und Natur.

Einen Blick möchte ich lenken auf ein Kleinod, einen weitgehend unbekannten und nicht ausgeschilderten Park, den Münchhausenpark in Apelern. Der Park ist frei zugänglich. Er fasziniert mich immer wieder durch seine große Dichte an Sehenswürdigkeiten in einer fast unberührten Natur.

Fahrräder und Autos lässt man am besten an der Kirche stehen. Dann geht man auf der Hauptstraße Richtung Süden und biegt rechts in die Schmiedestraße ein. In der Schmiedestraße hält man sich Richtung Westen, in Richtung der hohen Bäume entlang des Riesbachs.

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Zum 150. Todesjahr von Wilhelm Zahn.

Einer der letzten Briefe Goethes – er schrieb ihn zwölf Tage vor seinem Tod – war an den damals 31jährigen Maler, Architekten und Altertumsforscher Wilhelm Zahn gerichtet.

Wilhelm Zahn? Neben Julius Rodenberg, dem russische Hofrat und Sprachforscher Prof. Georg Böhling, dem Braumeister Kinkeldey, dem erst kürzlich wiederentdeckten J. Anton Coberg und dem Bankier Wilhelm Ludwig Deichmann ist auch der Goethe-Freund, Architekt und Pompeji-Forscher Wilhelm Zahn ein Rodenberger Kind.

Wikipedia schreibt zu Zahn: „Wilhelm Johann Karl Zahn (* 21. August 1800 in Rodenberg; † 22. August 1871 in Berlin) war ein deutscher Dekorationsmaler, Architekt und Ornamentforscher.“

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Dein/Eurer Haus hat ein Preisschild!

Und das ist öffentlich sichtbar.
Neben dem Preis eures Hauses wird auch das Baujahr, die Wohnfläche und andere Daten öffentlich angezeigt.

Unter www.scoperty.de findet ihr diese Informationen. Natürlich suchst du zuerst dein Haus, gibst also die geforderte PLZ ein und prüfst mit einem Klick auf das Preisschild, was da so angezeigt wird. Der Eine wird sich über den angegebenen Preis freuen, weil sein Haus z.B. 200 Jahre jünger ist, als das tatsächlich Baujahr angegeben wird, oder die Wohnfläche deutlich zu optimistisch angegeben ist. Der Andere ist verwundert über die pessimistischen oder auch optimistischen Preisangaben aber auch die großen Preisspannen von z.T. mehreren hunderttausend Euros.

Schon beim schnellen Hinsehen erweisen sich die Angaben als ausgesprochen ungenau: Baufällige Ruinen – z.T. schon deswegen abgerissen, werden mit Mondpreisen angegeben. Wenige Jahre alte Neubauten sind mit Baujahr „ca. 1900“ versehen.

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Grover Skiffle Team, Teil 2/2

Der ersten Teil zum Thema behandelte die „Findungsphase“ der Musikgruppe – im zweiten Teil soll die weitere „Karriere“ der Gruppe geschildert werden. Ein seltenes Filmdokument zeigt den ersten Auftritt beim Rodenberger Straßenfest und ein weiteres Video zeigt: Rodenberger Skiffle lebt!

Rolli, Werner und ich trafen uns ein paar Mal und übten ein kleines Repertoire ein. Kurz darauf folgte schon der erste „Gig“. Es war im Stockholm und muss ein Spartenball (Tennis?) des SGR gewesen sein. Der damalige jazzbegeisterte Inhaber eines Rodenberger Schuhhauses hatte uns für eine Pauseneinlage engagiert. Alles „unplugged“ aber mit angenehmer Tuchfühlung.

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Die Quadriga bei Adolf Mithoff …

Ende August d.J. erschien ein Artikel in den Schaumburger Nachrichten über die Quadriga, welche der damals siegreiche Napoleon 1806 vom Brandenburger Tor geklaut hat und den anschließenden Rücktransport von Paris durch unsere Gegend nach Berlin. Napoleon wurde von den Berlinern daraufhin als „Pferdedieb“ bezeichnet und der Rücktransport treffend als „Retourkutsche“ …

Der Pferdedieb

Der Artikel ist ein guter Anlass mal zu schauen, was Adolf Mithoff zu dem Ereignis aufschrieb. Zunächst zur siegreichen Einnahme von Paris und wie es in Rodenberg gefeiert wurde:

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War Julius Rodenberg ein Verleger?

Bislang unbekannte Erkenntnisse veröffentlicht gerade die Museumslandschaft Rodenberg (das „Amt“ dürfte nach der Eröffnung des Museums in Bad Nenndorf sicherlich entfallen) zum großen Sohn unserer Stadt. Im Artikel (abgerufen am 07.02.2021) gibt es die steile These, das J. Rodenberg u.a. ein „Verleger“ war.

Mir hilft es oft, wenn ich mich vor dem schreiben über das Thema informiere. Wenn man nun nicht seiner eigenen Julius-Rodenberg-Ausstellung traut, in der sein Leben und Wirken ausführlich dargestellt ist, hilft das lesen des Wikipedia-Artikels über J. Rodenberg. Oder noch einfacher: Ein Blick auf das Namensschild der Julius Rodenberg Grundschule in der Langen Straße.

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Die Deutsche Frakturschrift …

„… ist eine Schriftart aus der Gruppe der gebrochenen Schriften. Sie war von Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die meist benutzte Druckschrift im deutschsprachigen Raum, dazu – in Konkurrenz zur Antiqua – auch in den nordeuropäischen Ländern.“ (Wikipedia).

Der aufmerksame Rodenberger Spaziergänger wird noch einige Straßenschilder in genau dieser „alten“ und für so manch jüngeren Zeitgenossen schwer zu entziffernden Schrift finden. Tatsächlich hat die Schrift so einige schwer zu verstehende Regeln, die das entziffern erschweren. So z.B. das lange „s“, welches eher dem „f“ ähnelt und das runde „s“.

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Grover Skiffle Team, Teil 1/2

Ok, es ist kein Beitrag zu einem historischen Thema – aber Rodenberger Vergangenheit ….

Im Lauenauer Volkspark. V.l.: Rolf „Rolli“ D. Werner K. Rudolf Zerries, Walter B.

Wie komme ich drauf? Meine Tochter scannte (in Berlin) über die Festtage eine größere Sammlung Dias ein (was macht man nicht alles in Corona-Zeiten“). Längst vergessene Bilder tauchen in der zum Austausch verwendeten Cloud wieder auf. Unter anderem eine kleine Serie, die das „Grover Skiffle Team“ bei einem Auftritt um das Jahr 1977 im Lauenauer Volkspark zeigen. Ich weiß es noch genau: Die kleine Bühne befand sich in der Mitte der großen Wiese unter einem Baum und wir spielten und sangen uns über die kleine Anlage die Seele aus dem Leib. In einem riesigen Kreis um uns herum stand ein zwar zahlreiches, aber weitgehend emotionsfreies und bewegungsloses Publikum.
Vielleicht hatte es ja auch politische Gründe: Das Verhältnis zwischen Lauenau und Rodenberg war schon immer problematisch und erst wenige Jahre vorher war die ungeliebte „Samtgemeinde Rodenberg“ entstanden. Jedenfalls ein super Auftritt (Vorsicht: Ironie!).

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Das Rodenberger Grabensystem …

… war bis zum ausgehenden Mittelalter ein wichtiger Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt. Erst mit dem Ende des 30-jährigen Krieges, der Teilung von Schaumburg und der damit einhergehenden Entfestung der Burg Rodenberg hatte auch das Grabensystem seine Bedeutung verloren. Mithoff schreibt:

Bis ca. 1850 war der Stadtgraben – als einziger Nachlass der ehemaligen Stadtbefestigung – noch ziemlich vollständig erhalten. Er umzog in einer Breite von 32 Fuß (Anm.: ca. 10 Meter) denjenigen Teil Rodenbergs, welcher in früheren Zeiten die eigentliche Stadt, jetzige Altstadt, bildete.

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